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Die Geschichte von CesenaticoAuch wenn die ersten Besiedelungsspuren auf dem Gebiet von Cesenatico in die Bronzezeit zurückreichen, beginnt die Geschichte von Cesenatico eigentlich erst im Jahre 1302 mit dem Bau des Hafens, den die Stadt Cesena in Auftrag gab. Zu Anfang des 16. Jahrhunderts hielt es Cesare Borgia für sinnvoll, den bereits vorhandenen Hafen zu verstärken und beauftragte damit Leonardo da Vinci, der den heutigen Hafen am 6. September 1502 entwarf. Seither begann sich die Wirtschaft von Cesenatico um den Hafen herum zu entwickeln. Noch heute legen die Fischerboote am Kai des Hafens an. Im Sommer stellen die Kaffees und Restaurants ihre Tische und Stühle zu beiden Seiten des Kanals auf. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts war Cesenatico unter der Herrrschaft Venedigs. Sein Hafen war schon damals berühmt und auch spanischen und flämischen Kaufleuten bekannt.

Unter der päpstlichen Herrschaft stagnierte der Küstenhandel und so forderten die Einwohner von Cesenatico des öfteren ihre Unabhängigkeit von Cesena, die ihnen im Jahre 1817 auch gewährt wurde. Das Ereignis, das jedoch Cesenatico am meisten prägte, ist mit Garibaldi verbunden. Hier fand der italienische Freiheitskämpfer 1849 Zuflucht;

hier hielt er sich für kürzere Zeit auf, um seine 200 Getreuen (darunter auch Ugo Bassi) mit Proviant zu versorgen und um der geliebten Anita, die schon im Sterben lag, eine Ruhepause zu gönnen. Noch heute ist das einzige wirklicheStadtfest, das jedes Jahr am ersten Sonntag im August stattfindet,  Garibaldi gewidmet. Nach der Einigung Italiens lebte Cesenatico vom Fischfang. Im Jahre 1863 waren von seinen 5725 Einwohner 786 Fischer. Der gefangene Fisch wurde in Behältern und Eiskellern aufbewahrt, die nichts anderes als tiefe mit Schnee oder Eis gefüllte Gruben waren.

 

Sehenswürdigkeiten in Cesenatico

Der Kanalhafen von Leonardo – Er wurde 1314 erbaut. In seinem ältesten Teil beherbergt er das Schwimmende Marinemuseum, das einzige in Italien, das charakteristische Boote aus der nördlichen und mittleren Adria ausstellt. Die Boote wurden restauriert und mit farbigen Segeln und modellgetreuen Ausrüstungen versehen. Während der Weihnachtszeit befindet sich ferner im Hafen die Schwimmende Krippe, die die maritimen Traditionen und das religiöse Leben der Stadt miteinander verbindet. Am Kanal findet sich auch die Pfarrkirche der Stadt, die dem Heiligen Jakob und dem Heiligen Christophorus gewidmet ist. Im Kircheninneren werden zwei Gemälde von Francesco Andreini aus der Schule von Cagnacci aufbewahrt. Sehenswert ist schließlich noch das Antiquarium, ein Museum, das sich in der Gemeindebibliothek befindet und das Statuen und verschiedene Funde (Öllampen, Vasen, Gewichte und Münzen) enthält, die aus der Römerzeit datieren.

Mit dem Flugzeug:

Flughafen Miramare von Rimini
(Entfernung 20 km)

Flughafen „G. Marconi“ von Bologna
(Entfernung 80 km)

Flughafen „L. Ridolfi“ von Forlì
(Entfernung 20 km)

Mit dem Auto
Nehmen Sie, wenn Sie vom Süden her kommen, die Ausfahrt Rimini Nord der A 14; dann die SS Adriatica Richtung Ravenna. Nach 8 km in Richtung Cesenatico – Villamarina abfahren.
Vom Norden her nehmen Sie die Ausfahrt Cesena (zweite Ausfahrt) der A 14, biegen dann nach rechts ab Richtung Meer („mare“) und dann bei der Ampel der SS Adriatica nach links. Nach 6 km nehmen Sie die Ausfahrten nach Cesenatico – Villamarina.
Mit dem Zug
Wenn Sie vom Süden her kommen, steigen Sie in Rimini aus und nehmen den Zug nach Ravenna. Nach ungefähr 20 Minuten steigen Sie in Gatteo Mare oder Cesenatico aus.
Kommen Sie von Norden, steigen Sie in Bologna um und nehmen dort den Zug Richtung Ravenna- Rimini. Nach ungefähr 1 Stunde und 30 Minuten steigen Sie in Gatteo Mare oder Cesenatico aus.